NotfalldarstellungNotfalldarstellung

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Notfalldarstellung

Im Rahmen der Notfalldarstellung werden Notfallgeschehen möglichst wirklichkeitsgetreu dargestellt. Dazu werden Wunden oder Verletzungen mit verschiedenen Materialien geschminkt, die dann wie eine echte Verletzung aussehen. Je nach Verletzungsmuster wird auch die Bekleidung mit einbezogen; so werden z.B. bei Verbrennungen Teile der Kleidung entsprechend "angekokelt".
Es stehen für uns dabei nicht nur die reinen Verletzungen im Mittelpunkt, sondern das komplette/komplexe Geschehen, was besonders im Internistischen Bereich wichtig ist. Dazu kommt das möglichst realitätsnahe Nachstellen einer Situation, in der dann unsere Mimen gefahrlos durch ihr schauspielerisches Können in Kombination mit den echt aussehenden Wunden die Helfer fordern.

Da die Erkrankungen oder Verletzungen natürlich nicht real sind, ist es um so Wichtiger, das unsere Mimen medizinische Kenntnisse haben (idR Sanitätsausbildung), denn nur so kann man das entsprechende -häufig komplexe- Verletzungsmuster realistisch spielen. Unsere Mimen lernen, wie sie auf den Helfer und seine Hilfeleistung reagieren sollen, wann sie ihr Verhalten wie anpassen müssen.
Eine weitere Herausforderung stellt das Darstellen von unverletzten Personen (den sogenannten Betroffenen) oder von Menschen mit einer körperlichen Einschränkung (z.B. Blinde, Rollstuhlfahrer usw.) da. Hier ist es wichtig, das dass Schauspiel nicht Über- oder Untertrieben wird.
Da uns die Sicherheit der Mimen in der Notfalldarstellung natürlich sehr, sehr wichtig ist, setzen wir bei Übungen sogenannte Sicherungsposten ein. Deren Aufgabe besteht daraus, Gefahren oder reale Verletzungen von den Mimen abzuwenden.

Wir haben inzwischen in Rheinland Pfalz ein gut funktionierendes Netzwerk für die Notfalldarstellung, so das (notfalls auch kurzfristige) Übungen bei Bedarf mit ausgebildeten Notfalldarstellern durchgeführt werden können. Neben den sachkundigen Schminkern haben wir von ausgebildeten Mimen in verschiedenen Altersklassen über erfahrene Sicherungsposten bis hin zu Pyrotechnikern ein breites "Angebot". Bezieht man als Übungsleitung bei der Planung seiner Übung den verantwortlichen Leiter der NFD von Anfang an mit ein, verspricht diese ein "voller Erfolg" zu werden.
 
Unsere DRK Bereitschaft verfügt aktuell über 11 erfahrene Notfalldarsteller. Diese waren und sind u.a.bei verschiedensten Wettbewerben im Roten Kreuz dabei, auf kleinen und großen Übungen (u.a. DRK, JRK, Feuerwehr u.a.) hier bei uns im Dorf wie in ganz Rheinland Pfalz und angrenzenden Bundesländern mit Autos, Bus, Zug und Flugzeugen dabei. So kann es sein, das es bei einer kleinen Übung nur 1-2 verletzte Personen mit 1 Sicherungsposten gibt oder einer Großübung auf einer Bahnstrecke oder einem Flugplatz 100 und mehr Verletzte im Einsatz sind.

Haben wir euer Interesse geweckt? Dann meldet euch bei der DRK Bereitschaft Klotten.

Geschichte der Notfalldarstellung

Schon im Krieg wurden von der Britischen Armee Schauspieler engagiert, um den Sanitäts-Soldaten die Angst vor (schweren) Verletzungen verschiedenster Art zu nehmen. Schnell erkannten auch andere Länder den Nutzen dieser Vorbereitungen ihres medizinischen Personals. So wurden Anfang der 50er Jahre erste Unterlagen mit Schminkanweisungen erstellt, ebenso verbreiteten sich verschiedene Hilfsmittel, um Wunden darzustellen. Einen Großteil der gängigen Verletzungen konnte man vorgefertigt kaufen, die sogenannten Moulagen (heutige Schminkmaterialien erlauben eine individuellere Herstellung von verschiedensten Wunden jeweils direkt an der Mime).
Im Laufe der Jahre entstand eine komplette Ausbildung, die beim Jugendrotkreuz angesiedelt ist.
Heute nimmt das Darstellen der Verletzungen (mimen) in der Ausbildung einen breiten Raum neben dem Schminken von Wunden ein.