NotfalldarstellungNotfalldarstellung

Sie befinden sich hier:

  1. Was machen wir?
  2. Aufgaben des DRK Klotten
  3. Notfalldarstellung

Notfalldarstellung, was ist das?

Im Rahmen der Notfalldarstellung werden Notfall- und Einsatzgeschehen möglichst Realitätsnah dargestellt. Dazu zählt das Schminken von Wunden oder Verletzungen, die Nutzung von Requisiten, das Schauspielern des Patienten, der nachbau der Einsatzumgebung (zum Beispiel Verkehrsunfall, Leitersturz oder auch Zugunglücke) und ggf. der Einsatz von Pyrotechnik. 

Für uns steht dabei nicht nur die reine Verletzung oder Erkrankung im Mittelpunkt, sondern das gesamte Geschehen. Durch das Gesamtszenario hat der Übungsteilnehmer einen deutlich größeren Lerneffekt.

Ausbildung der Notfalldarsteller

Da die Erkrankungen oder Verletzungen natürlich nicht real sind, ist es umso wichtiger das die Verletztendarsteller medizinische Vorkenntnisse (z.B. Ausbildung zum Sanitäter) haben. So können die häufig komplexen Verletzungsmuster Realitätsgetreu nachgespielt werden.

In diversen Lehrgängen werden Techniken des Schauspiels und des Schminken von Wunden erlernt. Ebenso wie sich das Schauspiel an Maßnahmen der Helfer anpassen lässt, und auf welche Hilfeleistung wie reagiert wird. In diesen Lehrgängen erlernt man ebenfalls wie man eine Körperliche Einschränkung realistisch darstellen kann. So stellt beispielsweise ein erblindeter Notfallpatient die Helfer vor eine größere Herausforderung. Ebenfalls Anspruchsvoll ist die Darstellung von Betroffenen, also unverletzten Patienten. Hier ist es wichtig das dass Schauspiel nicht Über- oder Untertrieben wird.

In weiteren Lehrgängen erlernt man das Planen und durchführen von Übungen sowie den Schwerpunkt der Sicherheit. Es ist uns besonders wichtig das der Verletztendarsteller nicht zu einem echten Patienten wird. Deshalb setzen wir auf jeder Übung Sicherungsposten ein, welche auf die Schauspieler aufpassen. 

In ganz Rheinland-Pfalz im Einsatz

Neben Regelmäßigen Übungen und Fortbildung innerhalb der Bereitschaft Klotten oder im Kreisverband Cochem-Zell sind unsere Notfalldarsteller in ganz RLP im Einsatz.

  • Regelmäßig Wettbewerbe des Jugenrotkreuz
  • Diverse Alarmübungen im Raum Bad Kreuznach und Trier
  • Betreuung von Schulungen auf der AKNZ (Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz) in Ahrweiler
  • Verletztendarstellung "Fortbildung Einsatzmedizin 18F" in Idstein
  • ICAO Übungen auf den Flughäfen Zweibrücken und Frankfurt/Hahn
  • BRH Jahresübungen
  • Einsatzübungen der Deutschen Bahn
  • und viele weitere

Diese Übungen werden von einem Rheinland-pfälzischem Netzwerk der Notfalldarstellung Organisiert.

Geschichte der Notfalldarstellung

Schon im Krieg wurden von der Britischen Armee Schauspieler engagiert, um den Sanitäts-Soldaten die Angst vor (schweren) Verletzungen verschiedenster Art zu nehmen. Schnell erkannten auch andere Länder den Nutzen dieser Vorbereitungen ihres medizinischen Personals. So wurden Anfang der 50er Jahre erste Unterlagen mit Schminkanweisungen erstellt, ebenso verbreiteten sich verschiedene Hilfsmittel, um Wunden darzustellen. Einen Großteil der gängigen Verletzungen konnte man vorgefertigt kaufen, die sogenannten Moulagen (heutige Schminkmaterialien erlauben eine individuellere Herstellung von verschiedensten Wunden jeweils direkt an der Mime).
Im Laufe der Jahre entstand eine komplette Ausbildung, die beim Jugendrotkreuz angesiedelt ist.
Heute nimmt das Darstellen der Verletzungen (mimen) in der Ausbildung einen breiten Raum neben dem Schminken von Wunden ein.